Also begannen wir mit der Komlab das erste OPO-System zu entwickeln. OPO stand für „On Page Optimization“ und war seinerzeit wirklich genial. Wir nutzten das Apache Reverse Proxy Modul, um Seiteninhalte in unserem System auf die Shopsysteme unserer Kunden auszugeben. Damit waren wir in der Lage, SEO-Inhalte in jedes beliebige Shopsystem einzuspielen. Damals hatten wir Integrationen für Intershop, DMC, IBM WebSphere und alle führenden E-Commerce-Systeme. Die deutschen E-Commerce-Unternehmen rannten uns die Bude ein: In kürzester Zeit betreuten wir Quelle.de, Neckermann.de, 1und1.de, Tui.de und viele mehr.
Damals war die Anzahl der SEO-Experten in Deutschland überschaubar klein. Stefan Fischerländer startete mit suchmaschinentricks.de das erste deutsche Portal für SEO-Tipps. Randolf Jorberg war mit gulli.com erfolgreich. Ich erinnere mich noch gut an die SEO-Battles mit Frank Moll, der mit seiner damaligen SEO-Agentur „visitline.de“ und den Arbitrage-Portalen schon mehr als 100.000 Besucher am Tag hatte, hier ein älteres Interview bei Heise. Auch Wolfgang Gmell mit seinen Lycos- und Fireball-Projekten war vor knapp 20 Jahren schon ein alter SEO-Hase.
Die ersten Cloaks für Quelle.de waren legendär. Als das Cloaking dann offiziell von Google verboten wurde, ging es auf den SEO-Subdomains weiter. Das Lieblingsprojekt meiner Münchner SEO-Kollegen Patrick Bertermann und Oliver Grünig von der „3gnet“ für Ebay war einkaufstipps.ebay.de.